• Moin,


    nun geht es ja bald wieder los und ich möchte mir diese Saison einen Motor zulegen. Was empfehlen die Profi's? Wieviel PS? Für die Elbe soll es ein Langschafter sein - so sagte man mir. Was sagt ihr?


    Elbsegler Stefan

  • Ich habe für die Ostsee in Kiel den Elektromotor 1030L von Torqeedo. Ich bin über die Leistungsfähigkeit mehr als positiv überrascht. Der Motor ist sehr leise, sauber und aus meiner Sicht für mein Revier genau richtig. Ich habe einen zweiten Akku dazu gekauft und den bis heute noch nicht gebraucht. Kein Öl an Deck kein leckender Benzintank und der Motor springt immer auf Anhieb an.


    Ob der Motor für die Elbe ausreicht, kann ich nicht sagen. Aber wenn dich der Dreck und Lärm eines Außenborders auch so nervt wie mich, solltest Du das evaluieren.


    Viele Grüße
    Lutz

  • Hallo Stefan,


    wir haben einen luftgekühlten Honda mit 2,3PS. Der Motor ist sehr zuverlässig und mit seinen 14kg auch recht leicht. Denn jedes Kilogramm mehr zieht das Heck noch weiter nach unten. Einziger Nachteil ist, dass der Motor durch die Luftkühlung bei zügiger Fahrt relativ laut wird. Aber wir benutzen den Motor meistens nur für die Fahrten vom und zum Liegeplatz. Tagesmotortouren haben wir aber auch schon damit gemacht.


    Da unser Fahrtgebiet vor allem Friesland und das Ijsselmeer ist, haben wir natürlich keine Probleme mit Strom. Daher könnte es durchaus sein, dass man für die Elbe vielleicht doch ein wenig mehr Leistung gebrauchen könnte. Für uns hat er aber bisher immer ausgereicht.


    Schön ist die Fliehkraftkupplung, diese mach das Manövrieren relativ einfach. Da der Motor keinen Rückwärtsgang hat, kann er komplett um die eigene Achse gedreht werden. Der Anschlusse eines externen Tanks ist nicht möglich; eine Tankfüllung reicht jedoch für ca. 1,5h Fahrt bei etwa 4kn. Der Tank läst sich aber sehr einfach aus dem Sitzen (sogar während langsamer Fahrt) mit einem normalen Reservekanister nachfüllen.


    Schönen Gruß
    Frank


    [attachment=0]honda.jpg[/attachment]

  • Ich hab mit Außenbordern absolut null Erfahrung. Noch nie einen besessen.


    Am liebsten würd ich auch keinen Motor an mein Schiffchen schrauben. Bin ja Segler und kein MoBo-Fahrer und sobald die Lappen mal oben sind hat sich auf meinem Revier das mit dem Motor ohnehin erledigt und aus meiner persönlichen Neigung heraus würde ich das eigentlich auch für jedes andere Revier unterschreiben, es sei denn als Sicherheitsgründen ist ein Motor angeraten. Wind und Welle bezwinge ich mit Motor eh nicht, da wird eh nichts übrig bleiben als kreuzen oder ablaufen befürchte ich.


    Das einzig Blöde ist, dass -aus der box raus - und - in die Box rein - mit dem Schiffchen schon etwas umständlicher ist als mit den Jollen, die ich bislang hatte. Ein Akt das Boot ohne anzuecken vor an den Kopf des Steges zu bringen. Entweder stelle ich mich saublöd an, was ich gar nicht ausschließen will, oder es ist dank höherer Masse und größerer Windangriffsfläche wirklich einfach um einiges schwieriger das Boot zu bewegen bzw. sich zum Kopf des Steges zu hangeln. Dazu kommt, dass einen guten Meter seitlich vom Liegeplatz es so niedrig ist, dass wir aufsitzen würden, also nicht viel Platz für Fehler ist.


    Nun gut, kurze Rede langer Sinn... ich befürchte, das mit dem Motor muss ich ernsthaft ins Auge fassen, auch wenn ich da eigentlich echt kein Bock drauf hab. Wie das schon aussieht mit dem Außenborder *brrrr*


    Seid so lieb und helft mal einem Dummen. Ein Benziner geht nicht und Batterie hab ich keine und mir nur wegen des Motors ne Batterie mit entsprechender Lademöglichkeit etc. einzubauen halte ich dann doch für übertrieben, also bliebe wohl nur der Torqeedo oder was meint ihr?
    Dann stellt sich die Frage nach der richtigen Halterung... FSA bietet 2 Stück an, eine "feste" eine zum Absenken (ich hoffe, die gibts auch mit weißem Motorbrett, hab ich schon irgendwo gesehen meine ich) was ist die Bessere Wahl und warum?
    Langschaft oder Kurzschaft? Kommt denn der Langschaft beim heben (falls man die variable Halterung nimmt was mir auf den ersten Blick besser erscheint) komplett aus dem Wasser oder muss man ihn noch kippen, damit er völlig aus dem Wasser ist? Kann man den Torqeedo überhaupt kippen?


    Hat einer ne sinnvolle Idee das Boot ohne Motor zu bewegen? Ich habs mit Standartpaddeln versucht... hmmm also wenn da bissi Wind (so 3-4 Beaufort) bläst kannst vergessen, dass Du irgend wo hin padelst. Der Wind drückt mich einfach seitlich in die Box und das wars dann (Box hat an den Seiten feste Ausleger). Der Apfel mit dem Torqeedo ist ganz schön sauer mit den 1.800 EUR insb. wenn man ihn so gut wie nicht braucht... aber wie schon gesagt, jetzt groß aufrüsten mit Batterie und Strippenziehen und Durchbruchsbohrung für Stromanschluss und und und... ich weiß nicht... und eigentlich wollt ich gar keinen Motor. So ein Mist das alles.


    Aktuell läuft das so, dass meine Frau an Bord ist, ich eine Leinenverbindung zum Kopf herstelle und die Bestehende zum Steg am Liegeplatz verlängere und dann ziehe ich sie qausi rum, während Sie mit nem mobilden Kissenfender die Köpfe der Ausleger abfendert... geht, is aber bissi umständlich.
    Leider fällt meine Frau krankheitsbedingt nun für die nächsten 3 Monate aus... und alleine kann ich nicht alles gleichzeitig, so dass ich aktuell nur nen Motor als "Rettung" sehe, den ich aber eigentlich garnicht will...

  • Hallo,


    Mein Torquedo ist der 1030 L. Die Langschaft Version wird empfohlen,da sonst bei kleinster Welle die Schraube aus dem Wasser käme. Trotzdem musst du den Motor hochziehen und kippen, da er sonst mit der Schraube gerade noch im Wasser wäre. Kippen ist aber kein Problem. Ich habe die Halterung von AWN gekauft, die hat ein weißes Brett. Die feste Halterung geht also nur, wenn du den Motor immer vollständig an und wieder abbaust. Mein Eindruck ist,dass der Motor dafür unter Segel auf dem Wasser zu schwer wäre. 1800 Euro ins Meer werfen erscheint mir nicht sinnvoll...


    Zu den Manövriereigenschaften der VA. 18 muss man sagen,dass sie bei geringer Fahrt halt schon schnell vertreibt. Ich gab die gleichen Erfahrungen gemacht wie Du. Ich denke, dass das vor allem an dem Lateralplan liegt, der Anströmung an Ruder und Kiel braucht, um stabile Geradeausfahrt zu erzeugen.


    Ich kann den Torquedo nur empfehlen! Er ist so eise und sauber !


    Viele Grüße
    Lutz

  • Hallo Schebun,


    ich verwende einen minnkota Endura 40 mit 60 Ah AGM Batterie in minnkota Power Center. Die Batterie bleibt damit tragbar und muss nicht unbedingt fest im Boot verbaut bzw. verkabelt werden. Allerdings ist ein Festeinbau natürlich viel bequemer.


    Am Boot ist die ursprünglich von Dehler als Zubehör angebotene verstellbare Halterung mit weißem Motorbrett montiert. Damit der Motor tief genug ins Wasser kommt, muss ich diese Halterung auf die dritte von 4 Rasten absenken.


    Gruß
    Peter

  • Zitat von opuntia

    ich verwende einen minnkota Endura 40 mit 60 Ah AGM Batterie in minnkota Power Center.


    Hallo Peter,


    Ist dein Revier nicht auf dem Rhein? Wie kommst mit der Strömung und dm Elektromotor klar. Ich will diese Saison in die Schlei und muss da bei Schleimünde mit 4-5 sm/h Strömung Gegenangriff rechnen. Hast Du da Erfahrungen?


    Viele Grüße
    Lutz

  • danke :)


    Dann werd ich mal in mich gehen und zusehen wie ich es angehe. :)


    Die "Königslösung" gibt es wohl nicht. (hmmm... elektrisches Bugstrahlruder versenkbar im ausgeschäumten Bereich unter der Plicht längs eingebaut statt quer?)


    Ich könnt mir in den Hintern beissen. Ich hab mir die teure Lot/Logge mit Funk geleistet von wegen keine Strippen ziehen und jetzt kommt das mit dem Motor... und nachträglich ein Loch fürs Loot bohren nachdem es schwimmt ist wohl eher unglücklich :P


    Na gut, hätte, könnte, wäre, wollte hilft ja nun alles nix, rum is rum.


    die Motorhalterung von FSA scheint deutlich mehr strecke zurück zu legen als die von AWN, also tiefer runter zu gehen, höher nach oben.
    Langt da kein Kurzschaft, der dann völlig austaucht ohne kippen? Nur, wie ist das mit der Steuerung wenn die Halterung ganz unten ist, man muss na noch an den Hebel kommen und den bewegen können oder funktioniert der auch, wenn man ihn hochklappt?


    Oh mann, noch nie was mit Außenbordern am Hut gehabt. Sorry für die dummen Fragen.

  • Hallo Schebun
    Habe am Sa unseren Torqeedo 1003L
    Langschafter an FSA Motorhalterung mit unserer Varianta ins Wasser gebracht. Motorhalter ganz abgesenkt Langschaft unbedingt erforderlich sehr guter Wirkungsgrad. Haben in Ratzeburg zwar keine Strömung ich war von der Leistung jedoch sehr beeindruckt. Klare Empfehlung wenn auch der Preis zunächst ein wenig abhält.
    Gruss Ulf ... es soll ja ordentlich Wind kommen ich werde gern weiter berichten wie er sich verhält.

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