Reffvorrichtung am Baum und Bindereff

  • Hi,


    ich habe die angehängte Zeichnung im Eignerhandbuch "gefunden". Nur leider kann ich an meinem Baum keinen Beschlag finden, der dafür taugen würde. Da ist nur ganz vorne am Mast eine Klampe und das wars. Ansonsten ist der Baum komplett glatt ohne irgendwelche Beschläge. Das Einzige was ich mir hier vorstellen könnte wäre der Bügel in dem die Großschot an den Baum angeschlagen ist... aber das kann doch nicht so gewollt sein oder? Oder bindet man die Reffleine einfach mit Rundtörn um den Baum?


    [attachment=0]reffplan.JPG[/attachment]


    Sieht Euer Baum anders aus? Ich weiß ich stell viele und viel Dumme fragen... irgendwie kommts mir vor als wär ich mitm Brett vorn Kopp gehauen.


    Wenn wir schon mal dabei sind... weiß zufällig jemand welchen Durchmesser die Reffbändsel haben? Dann könnte ich schonmal Leine bestellen bevor ich das nächste Mal am Schiff bin und messen kann. :)


    Danke schonmal vorab


    Schebun

  • Hallo Schebun,


    die Reffleine wird genauso wie der Unterliekstrecker durch den Baum geführt. Vorne und hinten am Baum gibt es dafür jeweils drei Umlenkrollen (eine Rolle bleibt also immer frei und kann später z.B. für eine weitere Reffleine benutzt werden). Mastseitig gibt es am Baum unterhalb der Umlenkrollen drei Klemmen (im Beschlag integriert, sieht man kaum). Achtern wird die Reffleine dann durch die Refföse im Segel und wieder zurück zum Baum geführt. Dort einfach mit einem Palstek am Baum befestigen ...


    Schönen Gruß
    Frank

  • Hi Frank :)


    Danke für die Antwort. :)


    Das mit den Klemmen und durch den Baum und so ist mir klar. Ich kenne auch Reffsysteme wo die Reffleine für die Reffkausch am Achterliek auf den Baum zurück geführt wird. dort ist dann aber in der Regel ein entsprechender Beschlag. Ziel des Ganzen ist es, die Reffkausch so nah als möglich auf den Baum zu ziehen um ein ordentliches Unterliek hinzubekommen im gerefften Zustand. Das einfache Schlingen um den Baum erschien mir zu simpel und ich dachte, dass das Segel dort gestört würde wenn ich nicht gerefft habe aber wenn das so gedacht ist war ich ja auf dem richtigen Weg.


    Gruß


    Schebun

  • Hallo zusammen,


    meine Erfahrung ist, dass bei mehr Wind die Reffleine in der Klemme an der Baumnock nicht richtig hält und nach und nach durchrutscht. Ich habe deshalb unterhalb der Baumnock eine Klampe am Mast montiert, an der ich die Reffleine belege. Das funktioniert einwandfrei.


    Grüße Stefan

  • Danke :) an meinem Baum ist vorne bereits eine Klampe auf der Steuerbordseite da hab ich aktuell den unterliekstrecker drauf. Langt von der Dimensionierung auch für 2 Leinen.
    Ist das bei Euch nicht so?


    Ach ja, Reffbändsel in 8 mm funktionieren gut. 6mm könnte auch gehen.

  • Nein. Meine Baunummer ist aber auch 39, möglicherweise ist die Klampe bei Deinem Boot die Antwort von Dehler auf mein gewesenes Problem. Der Unterliekstrecker hält bei mir aber einwandfrei, den muss ich nicht auf die Klampe legen. Zwei Trimmleinen auf einer Klampe belegen erscheint mir aber auch unpraktisch.


    Grüße
    Stefan

  • Naja, solange ungerefft gefahren ist die reffleine unten, gerefft dann der unterliekstrecker. Vielleicht bin ich zu sehr dilletant, aber beide gleichzeitig braucht man doch nicht oder mach ich schon wieder was falsch?

  • Hallo schebun,


    was heißt schon falsch machen. So war das nicht gemeint. Da bei mir der Unterliekstrecker von selbst hält, habe ich keine Erfahrung mit diesem Ansatz. Die Über legung war nur, dass man beim Ausreffen wahrscheinlich wertvolle Zeit im Wind (habe keinen Motor) spart, wenn das Unterliek nicht noch durchgesetzt werden muss.


    hb
    Stefan

  • passt schon :)


    Du hast keinen Motor (aufhorch :) ) Wie machst Du das mit dem Manövrieren ohne dass die Segel oben sind? WIe kommst Du aus/in die Box oder hängst Du an ner Boje?


    Ich hab kürzlich nen sehr unrühmlichen Start hingelegt... Am Stegkkopf die Lappen hoch gezogen, dann Groß back gehalten und nachdem das Boot geschwenkt war Leinenverbindung gelöst und losfahren wollen... tja, kleine Winddrehung und es hat mich auf den Steg zurück gedrückt und da ich ohnehin am Rand war quasi gleich am Steg vorbei.... da dort in 8 Metern Entfernung eine Flachwasserzone kommt leider auch keine Chance nen Kreis zu fahren und fahrt auf zu nehmen, so also einfach seitlich abgetrieben... in meiner Not und aus Angst auf Legerwall zu liegen dann ziemlich unstylisch mit wilden Verränkungen eine Leine über eine Klampe am Steg geworfen und kurz vor knapp das ganze beendet... zum Steg gezogen, alles wiederholt und gestartet als ob nichts gewesen wäre. War aber echt zum schreien für nen Außenstehenden befürchte ich.


    Wenn Du also nen Tipp zum Bewegen ohne Motor hast wär ich echt dankbar. :)

  • Hi, das klingt nach autsch. Die Aussenstehenden waren bestimmt entzückt vom Hafenkino ;)


    Zu Deiner Frage: ich ziehe mich an den Heckleinen aus der Box, dann Paddel, um etwas Geschwindigkeit in Vorwärtsrichtung zu bekommen, und dann wrigge ich meistens. Nicht mit dem Ruder, sondern durch Schaukeln des ganzen Bootes, evtl. Unterstützt durch das Ruder. 1,5 kt sind da locker drin (GPS). Anlegen nur mit Wriggen und mit dem richtigen Restspeed in die Box. Die VA18 dreht ja fast auf der Stelle. Aufstoppen mit Hilfe der Heckleinen.


    Ciao
    Stefan

  • Ich glaub ich probiers doch noch mal mit Paddeln. Muss ja nur ein paar Meter weit kommen normaler weise. Auf kurz oder lang führt wohl kein Weg am Motor vorbei befürchte ich, aber erst wenn wir auf entsprechende Gewässer gehen. Mas sehen.


    Das Einzige mal als ich gepaddelt bin hatte ich so ca. 3 bft von der Seite und noch kein Ruder dran... das war so fürn Ar... dass ich erst garnicht nochmal versucht habe.

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