Beiträge von holymoly

    Hallo Helmut,


    das würde ich auch machen: Fotografieren und bei FSA nachfragen.
    FSA hat mir vergangenes Jahr eine "Inspektion" des gesamten Bootes gemacht, Allfälliges ausgebessert und erneuert und sogar den Trailer bei einem Partnerbetrieb wieder reparieren lassen - sehr angenehm, sehr professionell, sehr seriös.
    Bin sicher, dass sie Dir fachkundig helfen können!


    Schöne Grüße Stefan

    Werte Segelkollegen,


    das klingt verlockend einfach und preislich sehr überschaubar.
    Ergo: Wird diese Saison genauso mal probiert.
    Ich fahre AMBATA immer noch mit der improvisierten Axtstielpinne "Miss Pinny" da mir das schöne Eschenteil mit Namen "Albert" zuweit an die Großschot ragt und ich beim Wenden immer Probleme habe, da zwischen durch zu kommen. Deswegen ist die Montage unkompliziert und schnell gemacht.


    Vielen Dank also für Euren Input.
    Leider werden wir aufgrund einer Terrassenrenovierung zu Pfingsten erst im Sommer loskommen. Wir starten mal wieder in Sønderborg (können wir als Mitglieder kostenlos Kranen) und werden das Boot dann evtl. im Mjeslvig, im Dyvig oder schlimmstenfalls in Augustenborg liegen haben. Danach gebe ich gerne Feedback zu meinen Erfahrungen.


    Euch einen guten Saisonstart, Handbreit


    Stefan von AMBATA

    Hallo zusammen,


    ich möchte gerne auch mal alleine mit unserer VA18 losziehen.
    Man liest ja allenthalben wieder mal was übers Einhandsegeln (obwohl ich beide Hände habe ...) und ich muss gestehen, dass mich das auch etwas juckt, mal ohne Crew unterwegs zu sein.


    In meinen Überlegungen spielt dabei vor allem die Pinnenarretierung eine nicht unwesentliche Rolle.
    Ich hatte an anderer Stelle schon mal über den "Tiller Tamer" berichtet, den ich damals auch gekauft und montiert habe. Leider ist der Winkel der Leine zu stumpf damit das wie in der Betriebsanleitung beschrieben funktioniert. Die Pinne ist zu kurz.


    Welche Tricks und Kniffe habt Ihr bei Euren Booten verbaut und wie funktioniert das in der Praxis?
    Ich wollte jetzt auch keinen Autopiloten anschaffen (hab keine Stromversorgung in Bord) sondern im Prinzip nur eine Vorrichtung, die das Schiff beim Großsetzen und -bergen auf Kurs hält, die vielleicht aber schon nahe an einen Autopiloten hinkommt.


    Danke für das Teilen Eures Schwarmwissens sowie Eurer Erfahrungen!


    Viele Grüße und viel Spaß bei der Vorbereitung der Saison,


    Stefan von AMBATA

    Hallo,


    gerne gebe ich als Kurzkiel-Skipper meinen Senf auch noch dazu:


    - Es stimmt, dass man 2° weniger Höhe laufen kann als mit dem Langkiel. Diesen Wert hat übrigens auch DIGGER Hamburg seinerzeit mal genannt. Da wir nicht regattieren ist das für uns nicht relevant.
    - Es mag sein, dass der Kurzkieler wegen kürzerem Ruderblatt schneller aus demselben läuft. Allerdings sind die von Fips genannten Windstärken für mich sowieso schon Obergrenze: Ab 5 Bft bleibe ich drin. Deswegen käme ich nicht in die Verlegenheit diese Erfahrung zu machen. Auch hier wieder die Frage: Gemütliches Kaffeesegeln oder Regatta.
    - Unser Haupt-Revier ist Dänemark. Da wird es am Ufer oft schon flach. Vor diesem Hintergrund macht natürlich der Kurzkiel Sinn, denn ich kann damit ein ganzes Stück tiefer unter Land segeln als mit dem Langkiel (ich glaube, dass ich damit den Nachteil der -2° Höhe beim Luvraum gewinnen schon wieder ausgleichen kann, wenns drauf ankäme). Außerdem ankere ich gerne und auch da macht es Spaß, dichter unter Land zu liegen.
    - Ein ganz entscheidender Punkt für die VA18 war bei uns die Trailerbarkeit. Die 30 cm, die das Boot und sämtliche Aufbauten tiefer liegen, sind mir auf den langen Strecken nach DK und auch zum Bodensee sehr recht - das Fuhrwerk liegt definitiv stabiler auf der Straße als die mit Langversion.
    - Liegeplatz: Mit dem Kurzkiel kannst Du oft noch an Stellen im Hafen liegen wo Du mit dem 115er nicht mehr hinkommst. Ist oft billiger, günstiger gelegen und weniger oft besetzt ...


    Noch zu Deinen Fragen:
    - Das Ruderblatt ist dem Kiel natürlich angepasst. Du setzt also zuerst mit dem Kiel auf. Grundsätzlich ist das eine sehr unangenehme Erfahrung, die mir Gottseidank bislang erspart blieb. Meistens hilft auch ein Blick in die Seekarte um das zu vermeiden ...
    - Aus dem Ruder laufen: Wir hatten natürlich auch schon 5er Winde bei 1,5 m Ostseewelle, die wir im ersten Reff und mit der Standardfock abgeritten sind. Mit entsprechend Gewicht auf der hohen Kante konnte ich kein Ausbrechen feststellen, dazu musst Du schon ziemlich krängen ... Bei einem Törn vor Sønderborg hatten wir mehrfach deutlich über 6 kn drauf (GPS-Wert) aber ich konnte keinerlei Unsicherheit an der Pinne feststellen (ich gebe zu: War KEIN Kaffeesegeln mehr)
    - Richtungsstabiler: Kann ich nix zu sagen, glaube aber, dass das nur im absoluten Grenzbereich zu merken ist


    Mein Fazit: Wenn Du für alle Eventualitäten gerüstet sein aber nicht jede Regatta gewinnen willst, bist Du mit dem Kurzkiel besser dran.


    Hoffe das hilft, viel Spaß beim Besichtigen und viele Grüße


    Stefan von AMBATA

    Lieber Reinhard,


    danke für Deine Info.
    Das Bild ist alt, ich habe mittlerweile das Boot auch vorne im 45 ° Winkel nach hinten abgespannt.


    Gleichwohl würde mich Deine Art zu Trailern interessieren - hast Du ein Bild, das Du mal hochladen kannst?


    Die Idee von Nanuk, eine Antirutschmatte unter dem Kiel zu platzieren werde ich probieren. Klingt auch irgendwie logisch.


    Dein Hinweis, dass das Boot NICHT hauptsächlich auf dem Kiel steht, fand ich verwirrend. Es ist ja so wie Du schreibst: Die vorderen Pratzen halten das Boot nur seitlich, vertikal nehmen die quasi keine Kraft auf. Die hinteren stehen bei mir auch ziemlich schräg, auch hier wird nur ein Teil der Gewichtslast des Bootes mitgetragen. Was bleibt denn dann? Nur noch der Kiel. Deswegen ist ja das Niederzurren so wichtig, dass man einen Form- und Kraftschluss zwischen Boot und Trailer hinbekommt und Auf und Ab Bewegungen durch Reifen und Federung des Trailers kompensiert werden, da Boot und Trailer dann gemeinsam hoch und runter hüpfen.


    Was meinen denn die Fachleute von FSA zu dem Thema? Danke, wenn Ihr Euch hier mal meldet und einmischt!


    Ansonsten: Schönes Wochenende, GBYA, Gruß aus dem Winterlager


    Stefan von AMBATA

    Hallo zusammen,


    einer der Gründe, weshalb wir uns (und Ihr Euch vielleicht auch) für die VA18 entschieden habt, ist die Tatsache, dass es ein Trailerboot ist.
    Wurde uns verkauft mit dem unschlagbaren Argument, dass man überall mal Segelurlaub machen kann und dazu kein Boot mehr chartern muss.
    Wir waren bislang am Bodensee (ca. 3,5 Stunden Fahrt) und mehrfach in Dänemark (zwischen 9 und 11 Stunden Fahrt). Kroatien steht noch aus, obwohl "Firlefanz" aus Ingolstadt so einen tollen Bericht über den Törn rund um Biograd geschrieben hat.


    Vor 14 Tagen habe ich unser Schiffchen vom Kleinen Belt ins obere Ilmtal nach Bayern verholt. Nach einer Woche als Hafenlieger in Assens (konstante 6 Bft, in Böen 8, dazu starker Regen) haben wir AMBATA ausgekrant, das Unterschiff sauber gemacht und sind losgedüst - um nach 12,5 h und völlig erschöpft zuhause anzukommen.


    Natürlich haben wir in regelmäßigen Abständen Pause gemacht und diese an der frischen Luft dazu genutzt, das geliebte Boot auf dem Trailer bzw. dessen Befestigung zu prüfen.
    Dabei sind mir bei diesem Transport folgende Dinge aufgefallen:


    - Das Boot wurde vom Hafenmeister in Assens PERFEKT auf dem Trailer abgestellt (Danke Alex für Deine Geduld). Mittig, nicht nach rechts oder links verschoben, wunderbar an der angezeichneten Linie vor dem Kiel um das Hauptgewicht direkt auf der Achse zu haben.
    - Wir haben AMBATA dann fachgerecht verzurrt (Ihr könnt an anderen Stellen die Diskussion dazu nachlesen da ich ja zunächst vorne falsch abgespannt hatte), die Pratzen festgezogen und den Mast mit Fahne und Licht auf das Boot gehievt.
    - Da unser Trailer keine Bugstütze hat und die A7 an manchen Stellen bspw. rund Bispingen nicht von besonderer Qualität ist, hat sie u.a. an dieser Stelle stark "genickt". Ich fahre da schon nur noch 80 km/h weil ich mir vorstellen kann, dass das für das Fuhrwerk insgesamt nicht gut ist und es fühlt sich als Fahrer auch recht merkwürdig an.
    - Gleichwohl stellten wir schon noch Hamburg fest, dass der vordere Gurt lockerer war als beim Wegfahren (ich habe das im Spiegel gesehen, wie er sich bewegt hat). Die Prüfung vor Ort hat ergeben, dass das Boot auf dem Trailer nach hinten gerutscht ist - obwohl ich meiner Meinung nach die Gurte bis kurz vor Berstgrenze (und meiner persönlichen gefühlten maximalen Zugkraft) durchgeratscht hatte. Gleichzeitig hat die Stb-Pratze natürlich Luft gehabt, diese musste mit mehreren Umdrehungen nachjustiert werden.
    - Diesen Effekt des Rutschens nach hinten hatten wir noch so lange, bis der Achtergurt als Gitarrensaite verwendet werden konnte und ca. 6 cm Weg auf dem Kielbrett "zurückgelegt" worden sind.


    Meine Fragen an das Schwarmwissen des Forums:


    - Fahrt Ihr auch 100 km/h mit Eurer 100er-Zulassung oder fahrt Ihr langsamer?
    - Wie fest macht Ihr die Gurte (ich weiß, schwere Frage, aber vielleicht könnt Ihr das irgendwie beschreiben)?
    - Rutscht Euer Boot auch nach hinten und ist das vielleicht gar nicht schlimm?
    - Was kann man den Gurten zutrauen (ich habe die orangen Schwerlastgurte, weiß aber grade nicht, welche Bruchlast die haben)?
    - Macht Ihr die Pratzen irgendwie fest, denn meine Stb-Pratze ist immer wieder locker geworden (wir haben so Gewindestangen vom Gerüstbau drin, es ist ein Trailerhandel-Trailer)?
    - Fahrt Ihr auch ohne Bugstütze oder wie viele von Euch haben eine Bugstütze und gibt es Erfahrungen, ob das was bringt und ob ich das ggfs. nachrüsten kann?
    - Für was genau sind die Pratzen da: Nur zum seitlichen Abstützen, dass das Boot nicht umfällt, oder auch um Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegungen zu unterbinden?


    In der Anlage ein Bild der Situation der Stützen/Pratzen vorne.


    Gerne höre ich von Euch und danke schon im Voraus für das Teilen Eurer Erfahrungen.


    Frohes Einwintern,


    Gruß, Stefan von AMBATA

    Hallo Reinhard,


    kurz eine Info zu Deiner Nachfrage.


    Wir hatten das Boot in der sehr empfehlenswerten Marina in Assens. Dort hat es Änderungen im Hafenmeisterbüro gegeben und das läuft jetzt alles wie am Schnürchen. Kranen kann man aber nur werktags, Wochenende ist schlecht.
    Unser Ferienhaus lag ca. 10 km nördlich in Sandager Næs, erste Reihe am Strand. Geankert haben wir direkt vor dem Ferienhaus (Bild im Bericht). Diese Häuser dort sind ein absoluter Traum, es gibt welche für 4 Personen bis insgesamt 8 Personen mit Annex. Buchbar über http://www.fejo.dk oder http://www.casamundo.de sowie weitere im Internet agierende Vermittler. Wenn Ihr es näher zum Boot haben wollt kommt die Marina Minde in Frage. Dort gibt es Häuser von denen Du Deinen Mast sehen kannst. Die Flensburger Förder, der Egernsund sowie das Nybøl Nor sind ebenfalls schöne Reviere, die man mal absegeln kann (inkl. Ochseninseln, derzeit allerdings unbewirtschaftet).
    Wir haben dieses "Daysailing-Prinzip" auch schon in der Marina in Sønderborg praktiziert. Dort kann man im schönen Broager-Land sowie im Vemmingbund Häuser mieten und hat knapp 20 km zur Marina.


    Ich hab mal spaßeshalber am Ijsselmeer geschaut, aber die Holländer haben offensichtlich nicht so eine klassische Sommerhauskultur wie die Dänen. Kannst Du da eine Marina empfehlen, von wo aus man Törns machen kann ohne ständig den Mast zu legen und wieder zu stellen und die irgendwo in der Nähe eines Ferienhausgebietes liegen?


    Euch eine gute Woche, viel Spaß mit dem WoMo und eine behütete An- und Abreise,


    Stefan

    Hallo Reinhard,


    danke für Deine Rückmeldung zum kurzen Törnbericht.
    Jep, wir sind zu dritt und schlafen deshalb lieber im Ferienhaus also auf dem Boot.
    Dieses Jahr wären wir wettermäßig auch ziemlich durchgehangen, wie geschrieben 5 Tage Dauersturm mit Regen - das hält man zu dritt unter Deck dann nicht mehr aus.
    Aber trotzdem - es ist ein sehr schönes Revier und wir fahren auch als Familie wieder hin. Dann halt wieder in der Kombi "Ferienhaus und Daysailing".


    Vielleicht kommt wir ja auch mal ans Ijsselmeer, dann seid Ihr natürlich unsere ersten Ansprechpartner für Tricks, Tips und Kniffe ... und vielleicht lernen wir uns dann auch mal persönlich kennen bevor wir an der Himmelsboje festmachen ...


    Euch alles Gute, GBY, Stefan

    Hallo zusammen,


    nachfolgend einige Informationen und ganz frische Erinnerungen an unseren Sommerurlaub am Kleinen Belt. Vielleicht ist das auch eine Anregung für alle Trailerbesitzer, einmal Richtung Dänemark zu fahren.


    Der Kleine Belt ist - ganz grob gesagt - die Meerenge zwischen Jütland (dem dänischen Festland) und der (drittgrößten dänischen) Insel Fünen. So gesehen erstreckt er sich von Nordborg auf der Insel Alsen im Süden bis nach Fredericia an der Ostküste Jütlands im Norden. Besonders reizvoll muss die Strecke zwischen Assens und Middelfart sein - die kommt aber erst im Oktober beim Herbsttörn dran.
    Im Kleinen Belt liegen einige schöne Inseln (wobei grundsätzlich alle dänischen Inseln schön sind), z.B. Årø, Bågø, Brandsø und Fænø. Einige davon sind bewohnt, andere sind einfach nur "Insel".


    Für unsere VA18 ist das Revier grundsätzlich gut geeignet. Man ist immer irgendwo in Küstennähe und kann so bei stärkerem Wind etwas Landabdeckung suchen. Die Boote mit Flachkiel können darüber hinaus dicht unter Land laufen und sich so den entscheidenden Vorteil beim Höhekneifen verschaffen - wir wenden halt immer erst spät.


    Wir kannten die Gegend bereits von Land her und waren nun gespannt, wie das ganze sich seeseitig darstellen würde. Als Ausgangsbasis haben wir die Marina in Assens gewählt. Eine kleine, gemütlich Stadt an der Westküste Fünens, ungefähr auf halber Höhe der Insel.
    Der Service in Assens ist mustergültig: Sehr nette Hafen- und Kranmeister mit einem offenen Ohr für alle Belange, beste Beratung zur günstigsten Variante des Liegeplatzes, kostenloses Parken des Trailers vor dem Büro und somit im Blickfeld des Hafenmeisters sowie ein bestens ausgestatteter Zubehörladen mit allem, was man braucht oder auch nicht braucht. Selbst so "exotische" Dinge wie Smartpins für die Wantenspanner sind in allen möglichen Größen zu wahrhaft günstigen Preisen vorrätig. Und auch hier wird man nett beraten und man kann einen Klönschnack zu Wind, Wetter und Gott und der Welt halten.


    Am Montag nach der Anreise konnten wir kranen. Nach den üblichen Vorbereitungen (Mast vom Boot, Motor anhängen, Fender und Leinen anbringen) durfte AMBATA in ihr eigentliches Element. Ehrlich gesagt dachte ich für einen kurzen Augenblick, dass sie mir dankbar zugezwinkert hat. Immer nur auf dem Trailer rumstehen - was ist das denn für ein Bootsleben! Unser Mercury 3,5 PS Motörchen sprang nach 4 mal Ziehen auch gleich an. Sehr erfreulich. Weg vom Kran an den Servicesteg motort und dort erstmal festgemacht.
    Danach ging es ans Maststellen. Seit wir die FSA-Maststütze achtern verwenden geht das problemlos von Hand. Während ich den Mast hochstemme und die beste Ehefrau von allen am Vorstag zieht und dieses entsprechend befestigt hält unsere Tochter Wacht über die seitliche Bewegung des Trums. Leider hatten wir diesmal vergessen die Wanten vor dem Stellen schon einmal locker anzuschlagen, sodass der Prozess des Masthaltens für die Damen ungewöhnlich lange dauerte und zu ersten Unmutsbekundungen führte. Sorry, passiert mir nicht mehr. Aber nach wenigen Minuten stand der Spargel und konnte unter entsprechende Spannung gesetzt werden.
    Dann Sprayhood einfädeln und Stangen rein, Baum hin, Lazyjacks und Flaggenleinen festgetüddelt, Boomstrut drunter, Racing-Fock rein - fertig. Nee, der Adenauer fehlt noch, aber das ist ja ein Klacks.
    Jetzt könnt Ihr lachen oder nicht: Vom allerersten Handstreich bis zu diesem Zeitpunkt haben wir 6 h gebraucht.


    Es folgten zwei wunderschöne Segeltage: Einen Tag nach Bågø an eine der vier Bojen der Dansk Sejl Union, am nächsten Tag einfach etwas rumgesegelt und das Ferienhaus mal von der Seeseite aus betrachtet. Sehr entspannt und entspannend. Abends gab es immer tolle Sonnenuntergänge, deren Farbspiel man schiergar nicht beschreiben kann. Die Wolkenbilder trugen das ihre zu einem fantastischen Schauspiel bei. Dieses spezielle Licht, welches eine ganz bestimmte Atmosphäre verursacht, hat man einfach nur im Norden. Und je nördlicher desto besser. Gleichwohl: Wir warens in der Mitte von Fünen zufrieden.


    Leider, leider, leider zeigte sich das Wetter die kommenden fünf Tage von seiner skandinavischen Seite. Und da war alles dabei: Sonnenschein und 5 Bft, Starkregenschauer und 6 Bft, Gewitterböen und fallende Temperaturen. An zwei Tagen wurde es uns zu bunt und wir haben den Schwedenofen angeworfen und den KüMo's mit einer Tasse heißen Tee beim Vorbeifahren zugeschaut.
    Spaß hatten jetzt die Kite-Surfer: Bis zur Erschöpfung fuhren sie die Küstenlinie entlang und brachten mit den bunten Drachen etwas Farbe ins Grau in Grau.


    Aber irgendwann ging diesem Tief die Luft aus und die Segler schalteten die Keramiköfchen aus, krochen wieder unter ihren Sprayhoods hervor Und legten ab und zogen ihre Tücher hoch. Und genossen die "Rauschefahrt" mit 5 kn über Grund. Als der Wind über Mittag einmal einschlief sind wir vors Ferienhaus gefahren und haben geankert. Und mit dem Wind ein Nickerchen gehalten.
    Gibt es was Schöneres?


    Ja, die Tauchgänge rund ums Boot die wir mit unserer GoPro-Kamera festgehalten haben. Ein wirklich besonderes Gefühl, sein Schiffchen mit 50 cm Wasser unter dem Kiel dicht unter Land an der Ankerleine schwoien zu sehen. Natürlich vorschriftsmäßig mit aufgeheißtem Ankerball ...


    So wurden wir mit dem Wetter dann doch noch versöhnt, nachdem wir drei weitere Tage unter Segeln die Umgebung seeseitig erkunden konnten - landseitig kannten wir sie aus früheren Urlauben ohne Boot schon ziemlich gut.


    Und im Oktober gibt's dann noch eine Extrawoche Herbstsegeln. Davon werde ich dann auch berichten wenn ich wieder zurück bin. Eine Männertour mit meinem Schwipschwager, die zu dieser Jahreszeit schon fast Tradition hat und uns vor zwei Jahren einmal "Rund Als" geführt hat.
    AMBATA liegt derzeit in der Marina in Assens im Wasser und hat für die 5 Wochen Wartezeit extra noch Ruckdämpfer an den Vorleinen spendiert bekommen. Der Hafenmeister hat ein wachsames Auge auf unser Schiffchen und den Trailer, der, wie schon gesagt, direkt vor dem Hafenmeisterbüro geparkt werden durfte.


    Und, Lust bekommen auch mal die Ostsee zu erkunden?
    Dann auf nach Dänemark.
    Es wird ja nicht gleich jeder im Süden der Republik wohnen und über 1.000 km bis ans baltische Meer fahren müssen...


    Har det godt, vi snakkes ved, hilserne,


    Stefan von AMBATA

    Hallo zusammen,


    wir haben das Boot letztes Jahr im Urlaub gesehen und können den guten Zustand deshalb bestätigen. Unsere AMBATA lag für 14 Tage nur wenige Boxen entfernt und natürlich nimmt man das wahr, wenn eine VA18 im Hafen in der Nachbarschaft festgemacht ist.


    Also zugeschlagen, ist ein Top-Preis für ein super gepflegtes Schiffchen!


    Viele Grüße und (aktuell für viele hoffentlich) Handbreit, Stefan von AMBATA

    Hallo nochmal,


    danke Reinhard für Deinen Beitrag aus der Historie unserer Schiffe.
    Das macht mich sicher, dass ich es wie bisher gehabt auch weiter machen kann.
    Ich mein wenn man die knappe Tonne Boot mal durch drei Punkte teil dann kommt auf 333 kg Periode 3.
    Wenn die Großschot das nicht hält, dann wage ich mich ab 3 Bft lieber nicht mehr aufs Wasser :-)


    Im übrigen kommt dieser Tip auch von Bastian Hauck von der (wieder eröffneten) Bootswerft Schlei.
    Bastian und seine Leute haben unsere AMBATA ausgebaut und uns beim ersten Kranen und Aufriggen mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
    Auch vor diesem Hintergrund sehe ich die Großschotaufnahme als völlig unproblematisch an.
    Allerdings: Wir fahren die Großschot im Originalzustand ohne die Erhöhung, die wohl die meisten von Euch verwenden.
    Vielleicht ist auch dadurch etwas unverständlich rüber gekommen.


    Frohe und erfahrungsreiche Ostern Euch allen, Stefan von AMBATA

    Moinsen zusammen,


    ich habe mir im Baumarkt Lastenschlaufen in grün (= 2 to) gekauft, dazu ordentliche Schäkel bestellt und krane unser Boot in dem ich die Schäkel back- und steuerbords in den Wantenpüttingen sowie an der Großschotaufnahme festmache.
    Funktioniert 1a, man muss beim achteren Gurt, der an der Großschot hängt, mit Knoten die richtige Länge einstellen, damit das Boot waagerecht vom Trailer gehoben wird.


    Bilder anbei, schöne Grüße, Stefan von AMBATA

    Sorry, noch was vergessen.
    Thema Gasmotor von Lehr.
    Da gab es mal einen Test vor einiger Zeit in der Yacht, da hat das Teil gar nicht gut abgeschnitten.
    Extrem teuer (vor allem mit den Kartuschen), sehr laut und beim Pfahltest komplett versagt.
    Da hatte der Mercury mit Abstand die Nase vorn.
    Also davon wuerde ich die Finger lassen (Mist, bekomme die daenische Tastatur nicht mehr raus... :lol: ).


    Gruss, Stefan von AMBATA

    Moinsen,


    ich habe da auch lange hin und her überlegt und besonders intensiv die Sachlage bei "Digger Hamburg" mitverfolgt.
    Digger wollte ja den lauten und stinkenden Benziner loswerden und hat einige Tests mit dem großen Torqeedo unternommen.
    Für Hafenmanöver und kurze, absehbare Strecken ist das bestimmt eine Empfehlung.
    Geht's aber auf "große Tour" kann das kritisch werden.


    Der große Unterschied ist aus meiner Sicht der, dass die kleinen Motoren nicht an einen externen Tank anzuschließen sind.
    Das geht erst ab 4 bzw. 5 PS.
    Man muss also ggfs. unterwegs nachtanken.
    Ich meine: Das kann man meistern.
    Gewöhnungsbedürftig ist tatsächlich der fehlende Rückwärtsgang beim Lütten. Aber mit etwas Übung geht das früher oder später automatisch von der Hand.


    Denn die Vorteile für den kleinen, leichten 3,5 PS Motor liegen auf der Hand:
    - Leicht (wie oben schon beschrieben, dazu kommt ggfs. das Gewicht des zunächst vollen externen Tanks)
    - unkompliziert in der Handhabung
    - noch weniger Technik die ausfallen oder kaputt gehen kann


    Da unser Schiffchen ja bekanntermaßen eh etwas hecklastig ist (irgendwo habe ich sogar mal was vom "Hängearsch" der VA18 gelesen - Ausdrücke sind das ... :o ), spielt das Argument "Gewicht" für mich eine maßgebende Rolle. Und wir haben uns deshalb für den 3,5 PS Mercury mit Langschaft entschieden.
    Super zuverlässig, geniales Startverhalten (selbst nach der langen Winterpause), sparsam bei 4 kn Marschfahrt. Damit kann ich je nach Welle 50 - 60 min unterwegs sein.


    Was Du überlegen solltest ist der Superlangschaft.
    Wir waren letztes Jahr aus Minde kommend vor Sønderborg unterwegs und hatten bei 5 Bft einen guten Meter Welle in den Alssund stehen.
    Unter Segel (Fock, erstes Reff im Groß) waren wir flott unterwegs, als wir dann aber gegenan das Groß reingenommen haben, war der Hack für den Langschafter ab und zu zu viel und er ist ein paar mal ausgetaucht. Deswegen würde ich hier die XL-Variante nehmen, die es, so glaube ich, bei FH Modell gibt.


    Thema Nachtanken unterwegs.
    Hier zwei Tips:
    - Um tropffrei aufzufüllen habe ich auf meinem 5 ltr Kanister ein Zubehörteil aus dem Motorsägenbereich montiert. Dieser Spezialrüssel hat ein starkes Rückschlagventil drin und es fließt nur dann Treibstoff aus, wenn man dieses mit rel. viel Kraft aufdrückt. Man hört dann, wenn es nicht mehr blubbert und weiß, der Tank ist voll. Vorsichtig aus der Tanköffnung gezogen kommt nicht mal ein kleiner Tropfen Sprit auf Tank oder gar ins Wasser. Das Teil ist wirklich gut.
    - Der Tankdeckel ist mit einer Klemmspange versehen, die in die Öffnung gesteckt wird. Bleibt die Spange drin, kann man den o.g. Spezialrüssel nicht verwenden, denn dieser muss die Öffnung luftdicht abschließen. Ich habe deswegen die Spange abgebaut und ein kleines Loch in die Verkleidung gebohrt, wo ich die Sicherungskette gegen Verlust des Deckels befestigt habe. So verliert man den Deckel nicht und verhindert gleichzeitig das Kleckern aufgrund des Rüssels.


    Also: Ich kann den Mercury empfehlen (übrigens auch mit 5 Jahren Garantie ein guter Tip), die 3,5 PS reichen bei wenig Gas und normaler Welle für 4 kn Marschfahrt. Wenn Du Gas gibst, sind auch leicht 5 kn drin. Von der belagerten Backskiste durch den separaten Tank und dem Nachteil des Gewichts mal ganz zu schweigen.


    Hilft das?


    Gruß, Handbreit und Fairwinds, Stefan vom AMBATA

    .... und wann gehts los und wer kümmert sich?
    Ist ja im Prinzip ganz einfach, vielleicht sollten wir einfach anfangen, der Rest kommt dann nach.


    Eins ist mir aber wichtig: Das Forum hier muss trotzdem erhalten bleiben!
    Es ist ein sehr wertvoller Schatz unseres Schwarmwissens über unser schönes Schiffchen, das kann Facebook glaub ich so nicht leisten.
    Außerdem wird auch nicht jeder bei Facebook dabei sein, sodass ggfs. Info versickert, die für alle Forumsteilnehmer interessant und weiterführend wären.
    Wenn also diese "Bedingung" erfüllt ist, kann das kurzfristig losgehen!


    Was meint Lutz als Admin dazu?


    Freu mich drauf, schöne Saisonvorbereitung, Handbreit, Stefan von AMBATA