• Hallo an alle,
    ich möchte in den nächsten Wochen eine VA18 neu bestellen und habe keine Erfahrung mit dem Tief- oder Flachkiel. Hat jemand Informationen für mich wie sich der Flachkiel auswirkt auf Segeleigenschaften und -Verhalten, Sicherheit, Krängung, Schnelligkeit sowie trailern.
    Komme vom Katamaran-segeln (Topcat) und steige nun um auf VA18.
    Danke René

  • Hey,
    m. E. ist es sehr wichtig das geplante Einsatzgebiet des Bootes, incl. Vorlieben im Urlaub, einzugrenzen.
    Somit ergibt sich die Kielausführung !


    Ich habe hier Anfang 2012 sehr sehr lange drüber nachgedacht -- und mich für die "Langkielversion" ( steht hier für: längerer Kiel) entschieden. Für mich war das die richtige Endscheidung . Das Boot hat m.E. damit -- auch in Verbindung mit dem längeren Ruderblatt -- mehr " Führung " .
    Dies wird mir von all den Kollegen meines Vereines bestätigt, die den Kurzkiel bei einem Matchrace gesegelt haben. Sie waren erst sehr kritisch gegenüber der 18VA, staunen jetzt aber über die Leistung des Bootes.


    Ggf. ist bei der L.-Kielversion auch ein tiefergelegter Hänger zu empfehlen. Ohne die Tieferlegung
    hätte ich mir ein neues Winterlager ( vormals Wohnwagen) besorgen müssen.
    Ich habe mich beim Anhänger für den tiefergelgten Trailer von Harbeck ( Maststütze vorne; Regattaausf.) entschieden.
    Bin ca. 2800 km mit dem Boot in 2012 gefahren und habe das nicht bereut.


    Wichtig finde >ich< dass sich ein Boot auch richtig gut händeln läßt. Auf - z.B. - die Großschoterhöhung mit Klemme,
    einen vernünftigen Baumniederholer und auch auf vorgereckte Fallen möchte ich nicht mehr verzichten. Auch die spezielle Maststütze achtern ( Ruderanlager bleibt auf dem Weg zur Box in Funktion ) hat sich mehrfach bewährt. Eine abnehmbare Badeleiter habe ich aus Sicherheitsgründen gleich montieren lassen. Dies läßt sich aber alles nach und nach nachrüsten, eben wie man es möchte.


    Viele Grüße Nanuk

  • Hey Nanuk,
    danke für die vielen Informationen, auch über die Großschoterhöhung usw. . Ich werde mir die VA18 sicherlich nicht hauptsächlich für Regattazwecke zulegen, möchte aber bei kleineren VA18 Regatten bei uns im Revier der Leipziger Seen (geflutete Tagebauseen) nicht immer allen hinterher segeln. Deshalb versuche ich auch den Leistungverlust des Kurzkieles (durch mehr Gewicht usw) herauszubekommen. Weiterhin sind meine jetzigen Pläne auch mal andere Reviere zu erkunden wie Mecklenb. Seen, Boddengewässer, Gardasee usw. . Deshalb werde ich auch auf Liegepolster, Sprayhood, Reeling, technische Ausrüstungen und weiteren Comfort nicht verszichten wollen. Bei Regatten kann ich dann sicherlich einiges vom Schiff nehmen, halt nur nicht den Kurzkiel austauschen.
    Tja das macht nun meine Überlegung nicht leicht, was ich tun sollte.
    Danke noch mal für deine hilfreichen Infos.


    René

  • Hallo nachmal,
    Liegepolster, Seitentaschen an BB und SB und auch eine Motorhalterung habe ich mir auch gegönnt.
    Sprayhood und Reeling habe ich nicht. Z.Z . sehe ich dafür > für mich< keinen wirklichen Bedarf.
    Dafür aber Ausreitgurte. Ich bin in / mit div. Jollen groß geworden. Da war halt -- je nach Windstärke --
    der " Gurtkontakt " wichtig . Auch später/heute noch im H Boot.
    Heute läßt man es ruhiger Angehen und nimmt das Boot mit in den Urlaub.
    Aber die Prägung ist geblieben. Die Mischung macht es. ==> Vieles ist eben mit der 18VA möglich.


    Du wirst schon die richtige Endscheidung treffen. Viele Grüße Nanuk

  • Ja, ich hoffe ich werde die richtige Entscheidung treffen und habe auch telefonische Kontakte geknüpft und bisher würde mir eher eine Langkielversion angeraten, wegen der Performence. Also Tendenz geht nun in diese Richtung, Reling werde ich wohl abwählen. Aber auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf das Boot.
    Bis denne René

  • Hi René,
    Tendenz zum längeren Kiel (mit "Langkiel" habe schon zu Recht für heftige Lacher gesorgt) ist ja erkennbar.
    Trotzdem noch ein Wort zur Reeling. Habe auch damit geliebäugelt da ich schon älter bin und es mir auch nicht auf 'ne Mark ankommt. Drei Jahre Segeln haben mir immer wieder gezeigt, dass der Seezaun auf unserem speziellen Boot eher ein Hindernis/Stolperdraht ist. Für mich ist das kein Thema mehr. Ausreitgurte allerdings sind definitiv nötig. Segelt sich halt dynamisch wie eine Jolle.
    Viele Grüße
    Helmer

  • Hallo an Euch,
    die Erfahrungen die ich hier von Euch bekomme, helfen mir natürlich weiter als Neueinsteiger. Anfangs möchte man das Boot vollstopfen mit dies und das und denkt man braucht das alles. Man kann aber auch erstmal gediegen anfangen und bei Bedarf nach und nach Aufrüsten. Einzige Entscheidung die dann nicht mehr ohne weiteres möglich ist, ist eben die Kielausführung.
    Also Reling habe ich gestrichen und Ausreitgurte dazu gewählt, plus einiges Anderes.


    Danke René

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