Elektro-Flautenschieber

  • Hallo zusammen,


    auf dem zukünftigen "Heimatsee" unserer "Delight" sind ausschließlich Elektro-Außenborder zugelassen.
    Für andere Gewässer habe ich noch einen Viertakter. Der Elektro-Außenborder wird nur für das heraus- sowie das hineinfahren in den Hafen benötigt. Längere Fahrten oder Welle sind auf dem Gewässer eher zu vernachlässigen.
    Welche Erfahrungen habt ihr mit Elektro-Außenbordern gemacht? Könnt Ihr Modelle empfehlen?
    Technisch erste Wahl wäre der Torqueedo. Allerdings fällt dieser aufgrund des ungünstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses im besonderen Hinblick auf die gestellte, eher niedrige Anforderung heraus.


    Euch ein sonniges Wochenende mit Grüßen aus Paderborn


    Burkhard

  • Hallo Burkhard,


    ich fahre bei ähnlicher Aufgabenstellung mit einem minnkota Endura 40 an einer 60 Ah Batterie. Der Motor ist an sich durchaus in Ordnung und als Flautenschieber ausreichend. Er hat aber kaum Reserven, falls man doch einmal gegen stärkeren Wind in den Hafen fahren muss. Daher würde ich mir heute jedenfalls einen stärkeren Motor kaufen.


    LG
    Peter

  • Hallo,


    ich habe in Kiel den Torquedo 1030L am Heck und bin damit sehr zufrieden. Bei Flaute in den Hafen zu fahren ist immer möglich gewesen und die Kraft ist vollkommen ausreichend. Zumindest hatte der Motor kein merkliches Problem, das Schiff gegen 5 Windstärken nach Hause zu bringen. Für den Fall der Fälle habe ich einen Ersatzakku. Ich werde das Schiff morgen an den Liegeplatz motoren und kann die dann mal ein paar Leistungsdaten mitgeben.


    Mich überzeugt vor allem das Akkukonzept. Keine komplizierte und schwere Batterie und Ladekonstruktion und einfache Bedienbarkeit.


    Viele Grüße
    Lutz

  • Hallo zusammen,


    ich habe mich für einen Minn Kota Endura C2 55 entschieden.
    Kombiniert habe ich den Motor mit einem Lithium Akku LiFeYPo4 mit 60Ah.
    Ich sehe den Vorteil des Lithium-Akkus, ein iner geringeren Alterung, mehr Ladezyklen sowie seiner Fähigkeit diesen tiefer entladen zu können gegenüber anderen Akkus.
    Bei gleicher Motorlaufzeit kann dadurch die Kapazität des Akkus kleiner gewählt werden.
    Die ohnehin schon leichteren Akkus, reduzieren das Batteriegewicht zudem durch eine geringere Kapazität.
    Durch die geringere Kapazität fällt die Preisdifferenz zu anderen Akkus etwas kleiner aus. Wenngleich sich nicht wegdiskutieren läßt, dasss die Lithium-Akkus noch immer teurer sind. Ob der Mehrpreis durch mehr Ladezyklen und eine geringere Alterung tatsächlich gerechtfertigt ist, muß sich erst noch zeigen.
    Was die Leistung angeht, habe ich auf den Rat von Peter gehört und den stärksten Motor aus der Endura-Serie gewählt. Noch stärkere Motoren bringen ein größeres Eigengewicht sowie eine höheres Batteriegewicht mit sich und verteuern das System. Zudem sind dies meist 24V-Motoren.
    Ich denke zum Ende der Saison werde ich Euch mehr zur Motorleistung sagen können.


    LG
    Burkhard

  • Moin Burkhard,


    da ich überlege in der nächsten Saison auf ein Binnengewässer zu wechseln, interessiert mich wie du mit dem Motor zufrieden bist. In unserem jetzigen Revier Trave/Ostsee geht nichts an einem 4-takter vorbei. Auf nem See kann ich mir aber gut einen E-Motor vorstellen (Verbrenner sind dort eh verboten).


    Gruß, Christian

  • Hallo Christian,


    mit dem Motor und dem Akku bin ich sehr zufrieden. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass es kein Viertakter ist. Da fehlt mitunter die Kraft. Weht es recht kräftig, kommt der Motor eindeutig an seine Grenzen. Bei uns im Verein haben einige diesen Motor, auch an größeren Schiffen.
    Wenn der Wind direkt von achtern kommt und du gerade rückwärts aus der Box musst - kein Problem. Der Motor hat drei Rückwärts- und fünf Vorwärtsgänge. Ich drehe den Motor dann um 180° und kann dann die stärkeren Vorwärtsgänge für die Rückwärtsfahrt nutzen.
    Er ist für das Binnengewässer ein guter Kompromiss von Gewicht, Leistung und Preis. Mehr Leistung bedeutet zwangsläufig auch ein höheres Motor- und Batteriegewicht sowie mitunter auch einen deutlich höheren Preis (z.B. Torqueedo 1003L).
    Den Lithium Akku LiFeYPo4 mit 60Ah konnte ich bislang noch nicht an seine Grenzen bringen. Am Batteriegehäuse sowie am Motor ist eine Batteriestandanzeige. Um gerade einmal ein Feld ist der "Füllstand" abgefallen. Ich habe ein oder zweimal "nachgeladen". Dies ist natürlich davon abhängig, wie häufig und in welcher Stufe der Motor betrieben wird. Komfortabler soll dies beim Torqueedo sein. Ich habe gehört, in diesem ist ein GPS-Empfänger integriert der Dir genau sagt, wie weit Du mit der Akkukapazität noch kommst. Allerdings spiegelt sich dies auch im Preis wieder. Auch soll er noch etwas kräftiger sein. Hat aber auch ein höheres Gewicht am Heck. Ich habe den Akku weiter Richtung Bug untergebracht, um das Gewicht besser zu verteilen.


    Burkhard

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