Beiträge von Talitha

    Hallo Stefan,


    ich mache es im Prinzip genau so, nur dass ich keinen Heckkorb habe und daher die Klampen nehme. Ich habe mir ein Rundseil gemacht mit ca 1,20 Meter 6mm Gumileine darin. Das Seil schmeiße ich einfach über die Klamten und kemme es bei bedarf an die Pinne. Das funktioniert sei Jahren super. Wenn das Boot gut getrimmt und es nicht alzu wellig ist, läuft es auch über längere Zeit stabil, ohne das ich eingreifen muss. Reicht zum pieseln allein allemal...:o


    lg,


    Reinhard

    Guten Abend Stephan ( und alle, die das interessiert),


    das sieht schon deutlich besser aus. Du könntest m.E. noch ein drittes Gurtpaar von den Püttings nach hinten einsetzten.


    Aber dein Boot steht nach wie vor hauptsächlich auf dem Kiel. Das bringt zwei Probleme. Einmal ist der Kielauflagepunkt auf dem Trailer jetzt der labile Drehpunkt. Bei der dynamischen Belastung verformen sich Trailer und Boot immer minimal. Diese minimalen Bewegungen ermöglichen den von dir beobachteten Schlupf des Kiels. Das Problem wäre gelöst, wenn du ein ausreichendes Kantholz ans vordere Ende des Kiellagers des Tailers anbolzt.
    Zum anderen, wie bereits geschrieben, bringst du über die Verspannung mit den Gurten extreme Belastungen ins Kiellaminat, und zwar in der falschen Richtung. Jetzt muss das Kiellaminat nicht nur den Kiel (dafür wurde es gemacht), sondern das ganze Bootsgewicht inkl. der dynamischen Belastung aus Schlaglöchern etc. aufnehmen. Das ist m.E. auf Dauer das größere Problem, welches nur durch umlagern des Bootes zu lösen ist.


    Beiliegend findest du das gewünschte Foto von meinem Trailer. Ich habe die bezeichneten Auflagepunkte mit rotem Kreis markiert. Ich fange die Bootslast hauptsächlich über die Rolle vorn und direkt vor dem Kiel sowie über hintern vier neben dem Kiel und kurz vor dem Spiegel ab.


    Ein schönes Wochenende,


    Reinhard

    Hallo Stephan,


    Zitat

    Nach einer Woche als Hafenlieger in Assens (konstante 6 Bft, in Böen 8, dazu starker Regen) haben wir AMBATA ausgekrant...


    das tut mir leid, denn ich weiß, wovon du redest. Ist mir auch schon mal im Veijleford passiert, aber ohne Ferienhaus als refugium :o . Da lernt man viel über Geduld...


    Die vorderen Pratzen können keine nennenswerten Vertiallasten aufnehmen. Die Hauptlast des Bootes über den Kiel auf den Trailer zu bringen halte ich aber für problematisch, die Kielverankerung ist für diese Belastung nicht konstruiert. Für das vorsichtige Abstellen ist das bestimmt geeignet. aber beim Transport knallt bei euerm fest einlaminierten Kiel bei jeder Bodenwelle ständig ein 500 KG-Hammer aufs Kiellaminat. Das könnte auf die Dauer ungesund sein. Daher sollte die Last beim Transport über die baufälligen, deutschen Autobahnen besser abgefangen werden.


    Ich habe bei meinem Boot eine Bugstütze, eine Mittelrolle vor dem Kiel und je zwei achterliche Rollen (weil ich meist slippe). Die tragen die Hauptlast des Bootes. Der Kiel trägt nur sich selbst.


    Deine vertikale Verspannung ist die Ursache für die Wanderung des Bootes, da du das Boot nur kraftschlüssig auf den Trailer presst. Das belastet das Material sehr.
    Ich verspanne die Gurte formschlüssig diagonal nach vorn und achtern. Damit werden die horizontalen Kräfte gut abgefangen und auch eine Notbremsung hält das Boot zuverlässig an seinem Platz.


    Liebe Grüße,
    Reinhard

    Hallo Stephan,


    danke für dein ausführliches Info. Hattet Ihr dann ein Dingi zum Ankerplatz? Und wie war das da bei mehr Wind? Das sieht für mich auf dem Bild ziemlich offen und ungeschützt aus.


    Am Ijsselmeer gibt es Unmengen solcher Gelegenheiten mit Boot und Haus, machmal mit Steg direkt am Haus, gern auch Camping + Boot, die Holländer lieben sowas. In Friesland und dem Ijsselmeer ist es nie nötig, den Mast zu legen, da es immer einen oder meist mehrere Kanäle für stehende Masten zu fast jedem Ort gibt.


    Wir starten seit einigen Jahren gern von Stavoren aus, weil man von dort bei wirklich jedem Wetter segeln kann. Es sind Trauumbedingungen für ein Boot wie das Rotkäppchen. Man findet überall einen sicheren Hafen und für die Crew gibt es in den unzähligen mitelalterlichen Städtchen von Friesland und Altholland sehr viel zu erleben. Allles ist meist nicht weiter als 5 bis 10 Meilen entfernt. Selbst quer übers Ijsselmeer ist man selten weiter al 15 Meilen vom nächsten Hafen entfernt. Und wenn man etwas mehr Abenteuer sucht ist die Schleuse zum Wattenmeer auch nur 20 Meilen entfernt...


    In Stavoren kann man z.B. im Binnenhaven festmachen. Kranen oder slippen ist jederzeit möglich. Angeschlossen ist ein Campingplatz, der auch Mobilheime vermietet. Wenn du das wirklich vorhast, kann ich gern mal ein bisschen mehr für dich recherchieren.
    Liebe Grüße aus dem nordseewetterlichem Tirol :? ,


    Reinhard

    Hallo Stephan,


    dann habe ich das richtig verstanden. Da interessieren mich die Details, fürs Nachahmen. Habt Ihr das Boot dann am Haus evlt. mit Steg? Ist das Haus zu empfehlen?


    Über deinen Besuch am Ijsselmeer würde ich mich sehr freuen. Das ist ja von dir aus gegen Areo wie Brötchenholen... :lol: Und gemeinsame "Himmelsbojenmanöver" kann die christliche Seefahrt nicht früh und oft genug üben, ich denke unser großer Admiral und seine Famile werden ihre Freude haben, wenn wir seine Flagge dippen.
    Talitha steht allerdings jetzt trocken. Es gibt mal einen alternativen WoMo-Herbsttrip gen Süden. Mal sehen, wie es Bruder Franz so geht. ;) Aber so Gott will im nächsten Jahr.


    Ich wünsche dir und deiner Familie noch einen gesegneten Sonntag,


    Reinhard

    Hallo Stephan,


    danke für den schönen Bericht. Ich kenne das Revier auch sehr gut aus vergangen Jahren und verstehe gut, wovon du schreibst. Habe ich das richtig verstanden, dass ihr im Ferienhaus übernachtet?


    Liebe Grüße,


    Reinhard

    Moin,


    vielleicht ist es auch ein Zeichen für die Qualiät und Charater der Mitglieder, dass hier nur sinnvolles und hilfreiches gepostet wird.
    Ich meine, die Masse macht es doch nicht :| und die Qualität der Infos in diesem Forum ist sicher unbestritten.


    Es wäre auch schön, wenn von Zeit zu Zeit mal wieder ein Törnbericht auftauchen würde.


    GBY,


    Reinhard

    Guten Tag Zusammen,


    dann will ich auch ein bisschen zur AB-Philosophie beitragen. Sicher ist das bisher gesagte (insbesondere HolyMolies ausführlicher Vortrag!) berechtigt.
    Klar, je leichter das Boot, desto besser segelt es. Auch für Fartensegler ist die Segeleigenschaft sicher ganz oben, aber nicht der einzige Aspekt. Darum hier mal eine Betrachtung in Zahlen:


    Der AB mit ca. 25 kg erzeugt eine Hecklastigkeit von ca. 650 Nm.Das "Hängearschproblem" :oops: beim 4-Takt-5PS AB läst sich aber mit ein wenig mit geeignetem Trimm relativieren. Ein längerer Benzinschlauch und den Tank in den vorderlichen Teil der Backskiste reduziert den Hebelarm schon mal um 2 Meter, bei vollem 12 Liter Tank immerhin auch schon 250 Nm weniger Last am Heck. Wenn man die für Fahrtensegler übliche Batterie mit ca. 12 Kg ganz im Vorschiff montiert, ganz im Vorschiff montiert kommt eine Entlastung von 300 Nm am Heck an. Steht die Batterie bisher in der Backskiste (12 Kg * 1 Meter = 120 Nm am Spiegel) macht die Umsetzung der Batterie eine Veränderung von -420 Nm aus. Zusammen sind das also schon mal pan 670 Nm, die man das Heck entlasten kann. Das Motorgewicht ist also mehr vollständig kompensiert.


    Darüber hinaus schlägt das "Lebendgewicht" ganz anders zu buche. Denn allein die Sitzposition bei einem 80-kg-Steuermann erzeugt je 10 cm vorderlicher oder achterlicher eine Hecklast von +/- 80 Nm am Heck. Rutscht man einen halben Meter nach vorn, sind das schon -400 Nm :o , wenn das der Vorschoter auch noch macht, fällt der AB sprichwörtlich nicht mehr ins Gewicht.


    Verrechnet man das dann noch mit dem guten Gefühl auch im Wattenmeer bei ungünstigem Strom oder der Hack-Welle (siehe HolyMoly) ein bisschen mehr Reserve zu haben oder auch nur bei etwas Wind und Welle gegenan nicht gleich bis zum Anschlag aufdrehen zu müssen, komme ich zu dem Schluss, dass mein 5 PS Yamah nicht nur ein Klotz am Bein/Heck ist. Denn bei Hack gegenan bleiben von 5 PS Vollgas im ungünstigen Fall gerade höchsten 2 kn Fahrt über, ich weiß nicht, wie das dann im Zweifelsfall bei dem kleine 3,5 PSer aussieht...


    GBY,


    Reinhard

    Lieber Stefan,


    auch dir wünsche ich eine gesegnete Weihnachtszeit und viel Vorfreude auf die eben damit begonnene, unglaubliche Zukunft.... :o :D;)


    Alles Liebe auch für deine Familie,


    Reinhard

    Hallo Axel,


    das ist möglicher weise eine Folge des Maststellens bzw. des Mastlegens. Bei unserem Rotkäppchen ist das ohne Jüdbaum nur schwer zu machen ohne den Kogger und damit das Deck zu belasten. Wenn der Mast mal etwas zur Seite Ausbricht, dann wird das Deck extrem belastet und es entstehen auf Dauer Risse. So auch bei meinem Rotkäppchen geschehen.
    Ist aber kein wirklich großes Problem. Der Mast steht, wenn er steht, auf der Maststütze unter Deck. Ich habe drei oder vier Lagen Glasfasermatten auflaminiert und neues Gelcoat aufgetragen - fertig. Das Gelcoat gibt es noch in der passenden Farbe. Wenn du keine Möglichkeiten in Lübeck hast, dann kann ich dir Rainer Hoffmann aus dem ehemaligen freienohler Dehler-Team empfehlen, er hat mein Rotkäppchen auch laminiert.


    Ein einfacher Jüdbaum ist schnell selbst gemacht und sorgt dafür, dass du den schweren Mast gefahrlos auch alleine stellen und legen kannst. Bilder findest du in meiner Galerie hier im Forum.


    Das mit den Wanten ist normal. Auch bei mir hängt das Lee-Unterwant bei mehr Wind etwas durch. Bei ganz viel Wind manchmal sogar das Lee-Oberwant. Ich denke, das ist kein Problem, sondern dem Rigg geschuldet, das sich ein bisschen wie auf einem Surfbrett benimmt.


    Liebe Grüße,


    Reinhard

    Hallo Christian,


    Nur so ein Gedanke: Das gibt bei einer Vollbremsung eine extreme Belastung der Kiel-Rumpf-Verbindung. Der Hebelarm ist auch beim Kurzziel ziemlich lang, da die Verbindung nicht dierekt unter dem Boot, sondern etwa 40 cm oberhalb ansetzt. im Exremfal wie bei einem Bums vor einen Stein. M.E. könnte das über Kurz oder Lang Schäden an der Verbindung hervorrufen.
    Die formschlüssige Befestigung bei Steffans Variante trifft dagegen genau die dafür ausgelegen Stellen. Auch in extemen Fällen sind Schäden ausgeschlossen.


    Liebe Grüße,


    Reinhard

    Danke Steffan,


    für den netten Törnbericht. Ich wünsche euch alles Gute
    auch für den bevorstehenden Schlag in die wunderschöne dänische Südsee.
    Bin schon gespannt, was du dann zu berichten hast.


    Liebe Grüße,


    Reinhard

    Hallo Steffan


    Gut Sortiert in Sachen Trailer ist http://www.knott-anhaenger-shop.de/. Die sindd glaube ich auch nicht so weit weg von dir.
    10mm ist sicher ausreichend für einen Augbolzen, der dürfte wohl eine Bruchlast jenseits von 10 Tonnen haben..
    Du könntet den Träger mit 10mm horizontal im oberen Drittel bohren und dann einfach den Augbolzen
    durchstecken mit Augmutter verschrauben; alternativ zwei Augmuttern mit einer Gewindestange.


    Aber ich glaube nach wie vor, das tut nicht not. Wenn du das Boot statt dessen mit den Gurten nach achtern verspannst
    wie auf dem Bild von Uli bzw. wie ich beschrieben hatte, wird das sicher ausreichen. Wenn dir das zu wenig erschein, könntest du
    noch zusätzlich zwei Gurte von den Wandtenpüttings zu den achterlichen Stützen verspannen.


    Du darfst eigentlich die Gurte nur nicht einach Vertikal spannen, weil das in jedem Fall daneben gehen muss, weil deine Sicherung dann
    nur kraftschlüssig wirkt. Wenn duch die Verspannung diagonal ausführst, hast du eine formschlüssige Sicherung, und da kann so schnell nix
    schiefgehen.


    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,


    Reinhard

    Hallo Zusammen,


    bin gerade von Medemblick nach Stavoren quer über das Ijsselmeer bei 5 Bfd+ gegenan. Bei der berüchtigten Welle kommt immer wieder mal ein Schwall Wasser über. Hier hat sich der Rotkäppchendeckel immer wieder bestens bewährt. Man kann mit offenem Niedergang fahren, ohne das Wasser in die Kajütte kommt. Wenn es etwas dicker kommt, machen wir schon mal das erste Steckschott rein. Nur wenn es regnet oder sehr viel Wasser über kommt, wird auch das zweite Schott eingeführt. Ich denke, dass liegt an der genialen Form des "Rotkäppchen-Trümmies".


    Das gute daran ist: Der Deckel kann jederzeit problemlos abgenommen werden, aber er kann auch genau so dauerhaft drauf bleiben (was er bei uns auch tut), weil der Niedergang eben groß genug für den bequemen Einstieg (auch für 50+ :o ) ist. Und er ist so stabil mit dem Boot verbunden, dass man sich auch gut daran festhalten oder draufstrellen kann.


    Konsruktiv besteht der Deckel im wesentlichen aus 5 Sperrholzbrettern die Sandwich-Laminiert sind. Kann man sicher auch anders machen, aber die wasserabweisende Form ist entscheident. Die Schotts sind einfach 2 Policarbonat-Scheiben. Die obere Scheibe ist dann einfach ca. 30 cm. höher. Der Abschluss ist absolut Wasserdicht und die Kajütte bei jedem Wetter absout trocken.


    Liebe Grüße,


    Reinhard

    Hallo Holy Stefan,


    das hätte bei der Befestigung auch anders ausgehen können. Uli hat recht, du musst vor allem beim Bremsen die nach vorn gerichteten Kräfte abfangen durch die stark nach hinten verlaufenden Gurte. 35-45 Grad sind schon eine gute Hausnummer.
    M.E. musst du aber nicht unbedingt Ösen anschweißen. wenn du deinen Gurt hinter der vorderen Stütze verkäkelst wie du jetzt auch deinen Gurt an die Traverse gehäkelt hast, sollte das reichen.


    Liebe Grüße aus dem schönen Enkhuizen am Ijsselmeer.


    GBY,
    Reinhard (auch holy ;) )